close

User Stories – jederzeit den Nutzer im Blick

17. April 2018

 

Was sind eigentlich User Stories? Eine mögliche Übersetzung wäre: Nutzergeschichten. Darunter lässt sich allerdings alles Mögliche vorstellen. Zum Beispiel: Ein Kunde hat ein neues Produkt gekauft und erlebt damit die unglaublichsten Geschichten. Das wäre natürlich spannend zu lesen, vielleicht amüsant und sicher auch hilfreich. Dennoch ist es nicht das, was üblicherweise unter User Stories verstanden wird.

Vielmehr handelt es sich hierbei um Szenarien, Nutzer-Wünsche oder -Erwartungen an ein künftiges Produkt. Die Übersetzung „Anwendererzählung“ trifft es daher besser. User Stories enthalten Anforderungen zumeist an eine zu entwickelnde Software. Es sind einfache Sätze, die als Gedankenstütze für die Anforderungen einer agilen Softwareentwicklung dienen.

Klingt einfach, ist es aber nicht

Was einfach klingt, entpuppt sich oft als schwierig in der Umsetzung. Schließlich hängt von der Formulierung ab, ob ein Entwicklerteam sofort versteht, welche Aufgabenstellung es zu lösen gilt.

Die folgenden Tipps können dabei helfen, eine gute User Story zu schreiben:

  • einfach und prägnant formulieren aus der Perspektive unterschiedlicher Benutzer des Produkts: Endbenutzer, Firmenbenutzer, Administrator etc.
  • aktiv schreiben, kurze Sätze, eindeutige Begriffe
  • ausschließlich auf das Wesentliche konzentrieren

Wie bei einer Nachricht sollten auch hier die W-Fragen beantwortet werden:

Wer fordert etwas an? – Rolle

Der künftige Nutzer des Systems oder der Besitzer der künftigen Lösung sollte die Anforderungen beschreiben. Damit sind die Hintergründe und großen Ziele für den Entwickler transparent.

Was soll umgesetzt werden? – Ziel

Je klarer und präziser Wünsche formuliert werden, desto hilfreicher sind die Informationen für das Team, um die Anforderungen zu realisieren.

Warum soll die Anforderung umgesetzt werden? – Nutzen

Durch die präzise Beschreibung der Hintergründe einer Anforderung erhält das Entwicklerteam zusätzlich Informationen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich an den sogenannten INVEST Kriterien zu orientieren:

Independent – die einzelnen User Stories sollen nicht voneinander abhängig sein

Negotiable –  User Stories sollen verhandelbar sein

Valuable – User Stories haben immer einen (Mehr)wert

Estimated – User Stories sollen eine Abschätzung haben

Sizable – die Stories dürfen weder zu groß noch zu klein sein. Die komplette Umsetzung einer Story sollte zwischen einem halben Personentag und maximal zehn Personentage liegen.

Testable – die Testbarkeit muss gewährleistet sein.

Zwei Beispiele für User Stories:

Eine Firma versendet Newsletter zu verschiedenen Themengebieten.

User Story

Als Interessent möchte ich mich anmelden und gleich mein Wunschthema auswählen, um später nur zu diesem Thema Informationen zu erhalten.

Ein Online-Portal verkauft Schuhe.

User Story

Als Nutzer des Portals möchte ich meine Suche nach bestimmten Kriterien filtern: Größe, Farbe, Art der Schuhe etc.

e-pixler NEW MEDIA GmbH Die Fullservice Internetagentur e-pixler ist Ihr Profi für Webdesign, TYPO3, SEO, Usability. Besuchen Sie uns. Wir beraten Sie!
Eldenaer Straße 35, Haus I Berlin,
030 22056300

Weitere Standorte

Berlin

Magdeburg

Zeuthen